Die Afrika-Premiere fand im Goethe Institut in Windhoek statt:

am 05. August 2017, um 18:00 Uhr.

GoetheInstitut

Die mitwirkenden Personen sollten endlich einen Eindruck des fertigen Werkes erhalten. Auf deren Reaktionen war ich sehr gespannt. Trotz vorliegender Einwilligungserklärungen wollte ich natürlich niemanden mit dem Ergebnis vor den Kopf stoßen. Daher entschied ich mich zunächst für eine inoffizielle Vorführung. Einige Wochen vor dem Termin begann ich eine Gästeliste zu erstellen und die Personen einzuladen. Mein Vater unterstützte mich dabei mit großem Engagement. Wir versuchten außerdem einen sogenannten Querschnitt für Namibia zu finden.

   

 

   

Ungefähr 30 Leute mit den unterschiedlichsten Hintergründen Namibias erlebten schließlich die Premiere. Unter dem Publikum war auch der deutsche Botschafter, der mit großem Interesse die Vorführung und die anschließende Diskussion verfolgte. Als persönliche Unterstützung hatte ich meine Schwester Rosemarie aus Süd-Afrika eingeladen. Sie begleitete mich. Es half mir sehr. Der Film wurde in der englischen Fassung vorgeführt.

Paul und ich Premiere

Ich saß mit Paul in der ersten Reihe. Hinter uns saßen seine Familienmitglieder, seine zwei Schwestern mit deren Männern. Seine Kinder waren nicht dabei. Dafür seine Enkelkinder. Gerne schaute ich mir die Gesichter an. Dabei entdeckte ich hohe Konzentration und aufrichtiges Interesse. Auch von Paul. Manchmal sahen wir uns verständnisvoll an oder nickten uns zu. Wir kannten viele der Situationen ja persönlich. Besonders berührend fand er, so erzählte er danach, dass ich mich von so weit aufmachte, ihn zu suchen. Auch die Ansprache meines Vaters ging ihm sehr nahe. Der im Film einbezogene Namachor hatten auch Pauls Begleiter direkt ins Herz getroffen. Sie kennen die Lieder. Und plötzlich tauchten sie aus der Vergangenheit auf.

Verwirrung brachten die 20 Hektar, die Paul für die Farm hat. Unmöglich, aus der Sicht der Schreiberfamilie. Es handelt sich auch nicht um ein Resettlement, sondern um Kommunalgrund zur Pacht.

Es gäbe im Film aus der Sicht der Namibier sprachliche Verwendungen, die nicht zeitgemäß wären, so wurde kritisiert. Und-, es wurde gefragt, warum ich die ethnische Zugehörigkeit des Präsidenten erwähnte. Die Betonung läge doch auf der Gemeinschaft von Namibia und nicht auf Gruppen.

Presse

Das anschließende Catering nahmen die Besucher dankend an. Viele Einzelgespräche fanden statt. Die Besucher zeigten große Dankbarkeit, insbesondere dem Film gegenüber. Der Versöhnungsgedanke wurde angenommen. Nakamhelas Worte über das Bild von Paul und mir hatte, so denke ich, noch größere Bedeutung als in Deutschland. Er selber war leider nicht anwesend, dafür aber einer seiner Söhne mit Familie. Er erhielt eine DVD für seinen Vater. Vielleicht erhalte ich ja eine Rückmeldung.

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